Wissenswertes über den Gasthof Hörterer

Herzlich willkommen im Gasthof Hörterer "Der-Hammerwirt"

Gasthof Hörterer - Das erste und älteste Gasthaus des Ortes

Ein Anwesen mit einer mehr als 700-Jährigen Tradition dürfte nicht gerade alltäglich sein. Der „Schmied zu Reuth“ wird bereits im Jahre 1304 in den Urbarien erwähnt. Ein erster Nachweis über die ehemals handwerklich orientierten Bewohner des Trauntales, denn das Schmiedehandwerk ist mit dem Eisenbergbau am Kressenberg (Teisenberg heute) in ursächlichen Zusammenhang zu bringen.

Eine historische Huf- und Wagenschmiede aus dem Jahre 1518 mit einer bescheidenen Schmelzhütte (1539) in „Au im Hammer“ ist dokumentarisch nachzuweisen. Mehrmalige Brände und der Mangel an Holz legten den kleinen Betrieb des Plähofens mit Poch- und Waschwerk still. Als viel später aber das Eisen vom Kressenberg wieder gebraucht wurde, brachte man es nach Hammer, um es hier zu schmelzen und zu reinigen. Noch bis ins 20. Jahrhundert verarbeiteten drei große Hämmer in der alten Hammerschmiede, die jetzt einen unserer Gebäudeteilen mit Hotelzimmern darstellt, das Erz zu Werkzeugen aller Art. Erst 1956 wurde der letzte altersschwache Streckhammer entfernt.

Wie aber wurde aus der alten Hammerschmiede ein „Hammerwirt“?

An der ehemaligen Salzstraße zwischen Traunstein und Reichenhall spannten Fuhrleute und Kutscher ihre Salzkarren gerne bei der Hammerschmiede aus, da hier der steile Anstieg über den Hammer - Nock begann. Auch damals schon schätzte man eine Wegzehrung aus „Hopfen und Malz“ in der Tafernwirtschaft (1765). Mit „taberne“ war ein Brotkaufladen mit (Brannt-)Wein-ausschank gemeint. Der Waffenschmied Joseph Höß bewarb sich 1820 erstmals um eine amtliche Gastwirtskonzession. 1850 heiratete Andreas Hörterer die Höß - Witwe und seitdem ist über 150 Jahre lang der Name Hörterer in direkter Erbfolge auf dem Anwesen.

1890 errichtete die königlich-bayerische Post den ersten Fernsprecher in der alten Schenke und 1903 genehmigt das Oberpostamt München eine „öffentliche Telefonzelle mit Telegraphenbetrieb“ im Gasthaus Hörterer

Übrigens wurden bei einem der Umbauten drei vollkommen eingemauerte hölzerne Schiebefenster aus dem 16. Jahrhundert – die aus einer Zeit stammen, in der es hierzulande noch kein Glas gab – freigelegt. Vergessen Sie auch nicht den steinernen Barockbogen am Osteingang des Hauses bei den alten Linden zu bewundern. Er ist mit seinen Initialen 17 AED 71 (Anton E. Daburger) das älteste Stück unseres Hauses. Er kennt die Namen und Zahl der Besucher, die seit über 200 Jahren beim Hammerwirt einkehrten.

Hotel*** Gasthof Hörterer "Der Hammerwirt" - Schmiedstr. 1 - D-83313 Hammer/Siegsdorf
Tel. 08662 6670 - Fax 08662 7146 - eMail: info@der-hammerwirt.de
Anfahrtsbeschreibung